Embodiment - Körperhaltung und Gefühle

Schon Charlie Brown von den Peanuts wußte um die Zusammenhänge zwischen Körperhaltung und Empfingunen Bescheid. Dieser sehr beliebte Cartoon ist ein klassisches Beispiel für Embodiment...

PEanuts-Comic: Embodiment

 

Der Begriff Embodiment kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt Verkörperung, sowie Einverleibung und Aufnahme. In der Psychologie versteht man unter Embodiment ein Konzept, das die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Umwelt beschreibt.

Über Nervenbahnen und den Blutkreislauf gelangen Signale, die im Gehirn erzeugt werden, in den Körper, und lösen dort Reaktionen aus. Andererseits gelangen auf diesem Weg auch Signale von Abläufen, die im Körper stattfinden, ins Gehirn und verändern dort die Prozesse. Die Wissenschaft kann mittlerweile mit bildgebenden Verfahren nachweisen, dass Gefühle und Gedanken Abläufe im gesamten Körper verändern, und dass umgekehrt genauso Gefühle und Gedanken einem Wandel durch Änderungen auf körperlicher Ebene unterliegen.

 

Ursprünglich hat der Mensch den Impuls, das momentane Befinden mit dem ganzen Körper auszudrücken, was bei Kleinkindern gut zu beobachten ist. Durch die Erziehung und das soziale Umfeld werden diese Impulse jedoch mehr oder weniger unterdrückt, und Gefühle wie Angst, Schmerz, Freude oder Lust werden mehr und mehr kontrolliert.

 

Das Gehirn koppelt quasi Kombinationen von Körperhaltungen mit Emotionen, Einstellungen und Gedanken, wenn sie oft genug in einer ähnlichen Weise aktiviert werden. Sobald eine solche "Verdrahtung" im Gehirn hergestellt ist, reicht ein Impuls aus, um das gesamte "verdrahtete" Netz (Synapsenverbindungen) im Gehirn zu aktivieren. Prof. Dr. Gerald Hüther, deutscher Neurobiologe,  beschreibt ganz konkret, dass auf Grund dieser Verbindungen durch einfache Gesten oder die Änderungen der Körperhaltung sehr gezielt die emotionale Befindlichkeit verändert werden kann.

 

Probieren Sie es doch einfach einmal das Gegenteil von dem, was Charlie Brown in diesem Comic rät: Wenn Sie in schlechter Stimmung sind und ihre Laune heben wollen,ziehen Sie die Schultern zurück und stellen Sie sich aufrecht mit erhobenem Kopf hin... Sie werden sehen: Mit der Körperhaltung kann man nicht lange deprimiert sein!

 

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